Eine Initiative von unten

Recht auf
Natur

Hol dir die Natur zurück.

Frau mit ausgebreiteten Armen im Wald, die tief und glücklich einatmet

Natur sollte kein Luxus sein.

Jeder Mensch sollte Orte in seiner Nähe haben, an denen er spielen, entdecken, durchatmen, Tiere beobachten oder einfach draußen sein kann. Doch solche Orte verschwinden – und sie sind sehr ungleich verteilt.

Wir wollen gemeinsam sichtbar machen, wo Natur für Menschen wichtig ist, wo sie fehlt und wo neue Natur entstehen könnte.

Du kennst einen Ort, der wieder Natur werden könnte? Zeig ihn uns.

Wilde Blumenwiese mit Trampelpfad vor Wohnhäusern im Abendlicht

Die Ausgangslage

Natur verschwindet aus unserem Alltag.

  • 01

    Artenvielfalt geht verloren

    Lebensräume verschwinden, Landschaften werden einförmiger und viele Arten verlieren Nahrung, Schutz und Brutplätze.

  • 02

    Natur ist ungleich verteilt

    Der Zugang zu Grünflächen und artenreicher Umgebung hängt stark davon ab, wo Menschen wohnen.

  • 03

    Viele Flächen könnten mehr sein

    Straßenränder, Rasenflächen, Dorfränder, Schulhöfe, Gärten und ungenutzte Ecken könnten wertvolle Lebensräume werden.

  • 04

    Viele Menschen wollen etwas tun

    Doch oft fehlen Flächen, ökologisches Wissen, Geld – oder schlicht der Kontakt zu anderen.

Was meinen wir eigentlich mit Natur?

Natur ist für uns dort, wo natürliche Prozesse Raum bekommen – und Menschen sie erleben können.

Wo Pflanzen wachsen dürfen, Wasser seinen Weg findet, Arten Lebensräume zurückgewinnen und sich Landschaften verändern können.

Das kann durch gezielte Renaturierung geschehen – oder einfach dadurch, dass wir weniger eingreifen und Verwilderung zulassen. Von der wilden Ecke im Garten über Hecken, Wiesen und Teiche bis hin zu Wäldern, Gewässern und landwirtschaftlichen Flächen.

Natur soll nicht nur existieren.
Sie soll erlebbar sein.

Menschen sollen Wachstum, Sukzession, Wasser, Tiere und Pflanzen direkt beobachten und erfahren können.

Gleichzeitig wollen wir Wissen darüber teilen, wie natürliche Prozesse gestärkt werden können – und wann es besser ist, der Natur einfach Raum zu geben.

Was bedeutet Natur für dich?

Natur ist mehr als Grün.

Ein wilder Weg hinter dem Haus. Der Bach, an dem Kinder spielen. Eine Wiese zum Hinlegen. Ein Gebüsch voller Vögel. Ein Baum, unter dem man im Sommer sitzen kann.

Wir wollen nicht nur wissen, wo Natur fehlt. Wir wollen auch sichtbar machen, welche Orte Menschen lieben – und warum.

  • 🌿

    Ruhe & Entspannung

    Orte, an denen ich langsamer werde, sitze, atme oder einfach draußen bin.

  • 🪲

    Entdecken

    Orte, an denen Kinder und Erwachsene Pflanzen, Insekten und Vögel beobachten.

  • 🛝

    Spielen

    Orte für freies, unstrukturiertes Spielen in und mit der Natur.

  • 🚶

    Unterwegs sein

    Orte zum Gehen, Streifen, Radfahren und Sich-durch-Natur-Bewegen.

  • 🦋

    Tiere & Pflanzen erleben

    Orte, an denen Vielfalt tatsächlich erlebbar wird.

  • 🤝

    Zusammenkommen

    Orte, an denen Menschen sich treffen, gärtnern, picknicken, Zeit verbringen.

  • 💚

    Mein Lieblingsort

    Ein natürlicher Ort, der mir persönlich wichtig ist.

Was wäre, wenn wir Natur nicht nur schützen – sondern gemeinsam zurückholen?

Nicht irgendwo.
Sondern dort, wo wir leben.

Was fehlt

Die Ideen sind da. Was oft fehlt, ist der Weg zur Umsetzung.

  • Flächen

    Menschen haben Ideen, aber keinen Zugang zu geeigneten Flächen.

  • Wissen

    Welche Maßnahmen helfen der Artenvielfalt wirklich?

  • Verbindungen

    Anwohner*innen, Kommunen, Flächeneigentümer*innen und Fachleute finden oft nicht zueinander.

  • Finanzierung

    Auch kleine Renaturierungsprojekte brauchen Material und Mittel.

Die Lösung

Eine Plattform für Natur von unten.

Recht auf Natur hilft Menschen dabei, gemeinsam Naturprojekte in ihrer unmittelbaren Umgebung zu entwickeln und umzusetzen.

Menschen unterschiedlichen Alters pflanzen gemeinsam eine Hecke am Dorfrand
  1. Ideen
  2. Menschen
  3. Flächen
  4. Wissen
  5. Umsetzung
  6. Natur

Menschen kennen ihre Nachbarschaft am besten. Statt zentral zu entscheiden, wo Renaturierung stattfinden soll, fragen wir:

„Wo wünscht ihr euch mehr Natur?“
Anwohner*innen können Orte vorschlagen, Ideen teilen und sich mit anderen verbinden. Recht auf Natur hilft, daraus umsetzbare ökologische Projekte zu machen.

Die Karte

Wie sieht deine Naturkarte aus?

Zeig uns die Orte, an denen du Natur erlebst. Und die Orte, an denen du sie dir zurückwünschst.

🌿Naturlieblingsorte🌼Hier könnte Natur entstehen

Unsere Lieblingsorte zeigen, was Natur für uns bedeutet.
Unsere Wünsche zeigen, wo sie fehlt.
Und daraus kann Veränderung entstehen.

Von der Karte zum Handeln

Vom Punkt auf der Karte zum Stück Natur.

  1. 📍Ort zeigen
  2. 💭Idee teilen
  3. 👥Menschen finden
  4. 🌱Gemeinsam planen
  5. 🔬Ökologisches Wissen
  6. 🤝Partner & Finanzierung
  7. 🌿Natur zurückholen

Die Karte ist nicht nur eine Sammlung von Ideen.

Wenn viele Menschen zeigen, wo Natur fehlt, werden gemeinsame Wünsche sichtbar.

Recht auf Natur bringt Menschen vor Ort mit Gemeinden, Flächeneigentümer*innen, Initiativen und ökologischem Fachwissen zusammen.

Aus einem Punkt auf der Karte kann so ein echtes Renaturierungsprojekt werden.

So wird aus einer Idee ein Stück Natur.

  1. 01

    Ort vorschlagen

    Anwohner*innen markieren einen Ort, an dem sie sich mehr Natur wünschen.

  2. 02

    Menschen zusammenbringen

    Nachbarn, Vereine, Schulen, Kommunen und Flächeneigentümer*innen verbinden sich.

  3. 03

    Gemeinsam planen

    Ideen werden in Werkstätten, Dorfrundgängen und Treffen vor Ort besprochen.

  4. 04

    Ökologisch entwickeln

    Ökolog*innen und lokale Fachleute finden Maßnahmen, die der Artenvielfalt wirklich nützen.

  5. 05

    Finanzierung finden

    Recht auf Natur hilft, Fördermittel, Spenden und Partner zu finden.

  6. 06

    Gemeinsam umsetzen

    Hecken pflanzen, Teiche anlegen, Wiesen säen, Bäche beleben, Bäume setzen – oder Natur einfach zurückkommen lassen.

Gemeinschaft

Natur entsteht gemeinsam.

  • Dorfrundgänge

    Gemeinsam durch Dorf oder Viertel gehen und Chancen für Natur entdecken.

  • Ideenwerkstätten

    Anwohner*innen entwickeln Ideen für ihre Umgebung.

  • Geschichten teilen

    Menschen erzählen von Landschaften und Orten, die verschwunden oder anders geworden sind.

  • Netzwerke bilden

    Anwohner*innen, Kommunen, Eigentümer*innen, Wissenschaft und Naturschutz verbinden.

  • Expert*innen vermitteln

    Ökologisches Wissen dorthin bringen, wo es gebraucht wird.

  • Naturaktionen

    Aus Ideen werden praktische Aktionstage: Rewilding-Camps, Freiwilligentage und Nachbarschaftsaktionen.

Manchmal braucht Natur erstaunlich wenig.

  • Landschaft mit hohen, dichten, natürlichen Hecken zwischen grünen Feldern im warmen Licht

    Eine Hecke

    Echte Alleskönner: Hecken bieten hunderten Arten Lebensraum, Nahrung und Wanderkorridore, binden CO₂ und verbessern die Bodenfeuchtigkeit und Fruchtbarkeit von Feldern.

  • Kleiner naturnaher Teich mit Schilf und Wasserinsekten

    Ein kleiner Teich

    Schon nach kurzer Zeit explodiert das Leben – von Molchen über Libellenlarven bis zu Wasserkäfern.

  • Gemütliche dunkle Holzbank zwischen Fingerhut, Malven und Wildblumen

    Eine wilde Ecke

    Nicht jeder Ort muss gepflegt werden.

  • Wilde Weide mit abwechslungsreichem Gelände, Sträuchern, Bäumen und einem Pfad

    Wilde Weiden

    Weidetiere halten die Landschaft offen und abwechslungsreich. Auf Wilden Weiden finden sich extrem viele Arten.

  • Europäischer Biber am Ufer eines naturnahen Teiches

    Wilde Tiere

    Tiere kehren nicht nur zurück – sie sind echte Meister im Schaffen von Naturräumen. Biber, Wolf und Co. sind Ökosystemingenieure.

  • Blumenwiese mit Disteln, Schmetterlingen und Käfern

    Eine Blumenwiese

    Weniger mähen bedeutet mehr: Disteln, Wildkräuter, Käfer und Schmetterlinge überall.

  • Urwald mit moosbedeckten Bäumen und sonnendurchflutetem Laubdach

    Wilde Wälder

    Sich selbst überlassene Wälder werden vielfältig und klimaresilient – mit Totholz, Lichtungen und Artenreichtum.

  • Wildnisgarten mit Teich, Totholz, Wildblumen, spielendem Kind und einer Frau im Liegestuhl

    Wildnisgärten

    Ähnlich wie ein botanischer Garten machen öffentliche Wildnisgärten die Natur unserer Region unmittelbar erlebbar und zeigen, wie vielfältig heimische Lebensräume sein können.

    Ein Ort zum Entdecken, Spielen, Beobachten, Begegnen und Entspannen.

  • Menschen ernten gemeinsam in einem wilden, vielfältigen Permakulturgarten mit Gemüse, Kräutern, Beerensträuchern, Obstbäumen und Blumen

    Wilde Gärten & essbare Vielfalt

    Wilde Gärten, Permakultur und regenerative Anbaumethoden schaffen Lebensräume für Pflanzen, Insekten und andere Tiere und produzieren vielfältige, pestizidfreie, lokale und frische Lebensmittel.

  • Kinder in einer grünen Ecke des Schulhofs

    Ein entsiegelter Schulhof

    Natur dort, wo Kinder ihren Alltag verbringen.

  • Renaturierter Bach mit geschwungenem Lauf durch eine grüne Wiese

    Ein renaturierter Bach

    Natürliche Prozesse schaffen Lebensraum und helfen Landschaften im Klimawandel.

Was daraus entstehen kann.

  1. 01Menschen gestalten ihre Umgebung

  2. 02Neue Lebensräume entstehen

  3. 03Arten kehren zurück

  4. 04Menschen erleben Natur wieder im Alltag

  5. 05Menschen begegnen sich, teilen Wissen und übernehmen gemeinsam Verantwortung

  6. 06Orte und Gemeinschaften vernetzen sich

  7. 07Ein wachsendes Netzwerk aus Menschen, Naturorten und Projekten entsteht

Aus vielen kleinen Naturorten werden lebendige Landschaften.

Aus vielen engagierten Menschen wird eine Gemeinschaft, die Natur gemeinsam zurückholt.

Natur & Gesundheit

Natur tut uns gut.

Wir brauchen Natur nicht nur, um Arten zu schützen.
Wir brauchen sie auch selbst.

Immer mehr Forschung zeigt, dass Naturkontakt mit körperlicher und psychischer Gesundheit und unserem Wohlbefinden zusammenhängt.

Bäume, Wälder, Grünräume, Vogelstimmen und eine vielfältige Natur können Stress reduzieren, Erholung fördern und unsere Lebensqualität unterstützen.

  • Stadtbäume & Gesundheit

    Bäume sind weit mehr als Stadtdekoration.

    Eine Übersichtsarbeit von 201 Studien zeigt vielfältige Zusammenhänge zwischen Stadtbäumen und menschlicher Gesundheit – von weniger Hitze und Luftbelastung bis zu Stressreduktion, psychischer Gesundheit, Erholung und Bewegung.

    201 Studien

  • Bäume kühlen unsere Orte

    Bäume sind natürliche Klimaanlagen.

    Ihre Kronen spenden Schatten, während über die Blätter Wasser verdunstet und die Umgebung zusätzlich gekühlt wird.

    Eine globale Studie von 8.919 Städten zeigt: Der heutige Baumbestand gleicht bereits rund 41–49 % des potenziellen städtischen Wärmeinseleffekts auf die Lufttemperatur aus.

    Doch diese Kühlung ist ungleich verteilt. Besonders dicht besiedelte und einkommensschwächere Stadtgebiete profitieren häufig weniger von schattenspendenden Baumkronen.

    41–49 %

    des potenziellen städtischen Wärmeinseleffekts werden global durch den heutigen Baumbestand ausgeglichen.

  • Grünräume & Herz-Kreislauf-Gesundheit

    Menschen, die von mehr Grün umgeben sind, zeigen in großen Bevölkerungsstudien ein geringeres Risiko für verschiedene Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

    Eine Meta-Analyse von 53 Studien aus 18 Ländern mit Daten von mehr als 100 Millionen Menschen fand einen Zusammenhang zwischen mehr Grün und niedrigeren Risiken unter anderem für kardiovaskuläre Sterblichkeit und Schlaganfälle.

    53 Studien · >100 Mio. Menschen

  • Vogelgesang tut uns gut

    Vögel machen Natur hörbar.

    Experimentelle Forschung zeigt, dass schon wenige Minuten Vogelgesang Angst und Anspannung reduzieren können. Andere Untersuchungen im Alltag zeigen, dass das Sehen oder Hören von Vögeln mit einem besseren psychischen Wohlbefinden verbunden ist.

    Experimentell & Alltagsstudien

  • Artenvielfalt & Lebenszufriedenheit

    Eine vielfältige Natur verbessert unser Wohlbefinden.

    Eine europaweite Untersuchung mit mehr als 26.000 Menschen fand einen positiven Zusammenhang zwischen der Vielfalt der Vogelarten in der Umgebung und der Lebenszufriedenheit.

    Besonders eindrücklich:

    Eine 10 % höhere Vogelartenvielfalt war statistisch mit einem ähnlich großen Unterschied in der Lebenszufriedenheit verbunden wie ein 10 % höheres Einkommen.

    >26.000 Menschen in Europa

  • Wald & Stress

    Ein Aufenthalt im Wald kann Körper und Geist zur Ruhe bringen.

    Forschung zu Waldaufenthalten und „Shinrin-yoku“ berichtet unter anderem Zusammenhänge mit weniger Stress sowie Veränderungen von Blutdruck, Stimmung und anderen physiologischen Stressindikatoren.

    Blutdruck · Stress · Stimmung

Wir sind Teil der Natur.

Sie ist Lebensraum – für andere Arten und für uns.

Natur schenkt uns saubere Luft und Wasser, Nahrung, fruchtbare Böden und Schatten. Bäume kühlen unsere Straßen und Plätze. Grünräume schaffen Orte, an denen wir uns bewegen, spielen, entdecken, begegnen und zur Ruhe kommen können.

Wir hören Vögel, beobachten Tiere, berühren Wasser und erleben den Wechsel der Jahreszeiten. Und manchmal reicht schon das Zwitschern eines Vogels, um unseren Tag ein bisschen besser zu machen.

Wir brauchen solche Orte in unserem Alltag – nicht nur irgendwo, sondern dort, wo wir leben.

Recht auf Natur bedeutet deshalb auch: Natur gehört zu einem guten und gesunden Leben. Und sie sollte für alle erreichbar sein.

Umweltgerechtigkeit

Natur für alle.

Naturzugang ist auch eine Frage der Gerechtigkeit.

Wer keinen eigenen Garten hat, in einer dicht bebauten Nachbarschaft lebt oder nicht einfach ins Grüne fahren kann, ist besonders auf Natur im öffentlichen Raum angewiesen.

Nicht alle Menschen haben einen Garten, einen Wald vor der Haustür oder die Möglichkeit, regelmäßig ins Grüne zu fahren.

Mit zunehmender Hitze wird Natur in unseren Städten und Dörfern noch wichtiger. Bäume, Parks, Wasser und andere Grünräume können unsere unmittelbare Umgebung kühlen und Orte schaffen, an denen Menschen auch an heißen Tagen draußen sein können.

Doch diese Möglichkeiten sind nicht überall gleich verteilt. Gerade Menschen in sozial benachteiligten, dicht bebauten Quartieren haben oft weniger Zugang zu hochwertigen, kühlen und artenreichen Naturräumen.

Deshalb wollen wir Natur dorthin bringen, wo Menschen leben – in Dörfer, Stadtteile, Schulen und Nachbarschaften.

Ein Recht auf Natur bedeutet deshalb auch: Jeder Mensch hat ein Recht auf zu Fuß erreichbare, grüne und lebenswerte Orte.

Mehr Natur dort zu schaffen, wo sie heute fehlt, verbindet Klimaanpassung, Gesundheit, Biodiversität und Umweltgerechtigkeit.

Über die Initiative

Wer steckt dahinter?

Porträt der Gründerin

Ich bin Biologin und beschäftige mich seit vielen Jahren wissenschaftlich mit Artensterben, Klimawandel und Naturschutz.

Wir wissen sehr viel darüber, warum Biodiversität verloren geht. Die entscheidende Frage ist jedoch, wie wir dieses Wissen gemeinsam mit den Menschen vor Ort in konkrete Veränderungen übersetzen.

Gleichzeitig erlebe ich in Leipzig jeden Tag, welchen Unterschied Natur für eine Stadt machen kann. Der Leipziger Auwald zieht sich wie eine grüne Wildnis mitten durch die Stadt, und aus ehemaligen Tagebauen sind rund um Leipzig große Seen und neue Landschaften entstanden. Diese Orte sind Lebensraum für Tiere und Pflanzen – aber auch Orte, an denen Menschen schwimmen, Rad fahren, spielen, sich begegnen, durchatmen und Natur unmittelbar erleben können.

Für mich zeigen sie, welchen enormen Mehrwert zugängliche Natur für unsere Lebensqualität haben kann – und wie sehr sich Landschaften verändern können, wenn wir der Natur wieder Raum geben.

Ich möchte dazu beitragen, dass solche Erfahrungen nicht vom Wohnort oder Einkommen abhängen. Dass mehr Menschen Natur direkt vor ihrer Haustür erleben und ihre Umgebung selbst mitgestalten können.

Aus dieser Idee entstand Recht auf Natur: wissenschaftliches Wissen mit Renaturierung, Beteiligung und gemeinschaftlichem Handeln zu verbinden.

Mehr über die Initiative

Warum Recht auf Natur?

Ich habe viele Jahre dazu geforscht, wie Artensterben, Klimawandel und menschliches Handeln unsere Ökosysteme verändern – unter anderem am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig, am Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und an der Universität Kopenhagen.

Mit der Zeit wurde für mich eine Frage immer wichtiger:

Wie kommen wir vom Wissen ins Handeln?

Ich möchte nicht nur untersuchen, warum Natur verschwindet, sondern dazu beitragen, dass sie zurückkommt – ganz konkret, vor Ort und gemeinsam mit den Menschen, die dort leben.

Aus Forschung soll wieder Natur werden.

  • 01Wissenschaft & Vermittlung

    Natur verstehen

    Meine wissenschaftliche Arbeit beschäftigt sich mit Biodiversität, Klimawandel, Naturschutz und dem Zusammenspiel von Mensch und Natur. Als Dozentin vermittle ich Studierenden wissenschaftliche Grundlagen des Naturschutzes und beschäftige mich damit, wie Wissen gesellschaftliche Veränderung unterstützen kann.

    • Biodiversität
    • Klimawandel
    • Naturschutz
    • Lehre
  • 02Naturschutz praktisch erleben

    Nicht nur darüber reden. Machen.

    Praktischer Naturschutz hat mich immer wieder aus der Wissenschaft hinausgeführt: von Renaturierungs- und Pflanzprojekten bis zur Mitarbeit an der Wiederansiedlung einer Gruppe Wollaffen im Amazonasgebiet. Diese Erfahrungen haben mir gezeigt, wie anders es ist, Natur nicht nur zu untersuchen, sondern selbst an ihrer Rückkehr mitzuwirken.

    • Renaturierung
    • Rewilding
    • Wiederansiedlung
    • Anpacken
  • 03Menschen & Natur

    Naturschutz beginnt mit Menschen.

    In meiner Forschung habe ich mit lokalen Gemeinschaften daran gearbeitet, ökologische, soziale und wirtschaftliche Zusammenhänge gemeinsam zu verstehen. Denn Landschaften sind nicht nur Ökosysteme. Sie sind auch Lebensräume von Menschen – geprägt von Erinnerungen, Bedürfnissen, Nutzung und lokalem Wissen. Genau deshalb soll Recht auf Natur nicht für Menschen planen, sondern mit ihnen.

    • Community
    • Beteiligung
    • lokales Wissen
    • Umweltgerechtigkeit
  • 04Natur erleben

    Natur ist auch Beziehung.

    Mich interessiert nicht nur, was Natur ökologisch leistet, sondern auch, was sie mit uns macht. Beim Wandern, Beobachten und in meiner Meditationspraxis erlebe ich Natur als Raum für Ruhe, Neugier und Verbundenheit. Auch unterschiedliche kulturelle und indigene Wissenssysteme darüber, wie Menschen Teil von Natur sind, interessieren mich. Wir schützen eher, womit wir eine Beziehung haben.

    • Naturerfahrung
    • Gesundheit
    • Verbundenheit
    • Wissenssysteme

Recht auf Natur verbindet deshalb drei Dinge:

  • Wissen

    Was braucht Natur?

  • Menschen

    Was brauchen und wünschen sich Menschen vor Ort?

  • Handeln

    Wie können daraus konkrete Orte für mehr Natur entstehen?

Nicht nur Natur schützen.
Natur zurückholen.
Gemeinsam.

Pilotprojekt

Wir wollen anfangen.

Recht auf Natur soll nicht nur eine Idee bleiben.

Als nächstes möchten wir gemeinsam mit einer Gemeinde, einem Dorf oder einem Stadtteil ausprobieren, wie der Ansatz in der Praxis funktioniert.

Wir suchen:

  • Gemeinden
  • Vereine
  • Initiativen
  • Schulen
  • Flächeneigentümer*innen
  • Naturschutzorganisationen
  • engagierte Bürger*innen

Welcher Ort in deiner Nähe könnte wieder Natur werden?

Vielleicht eine monotone Wiese. Ein leerer Dorfplatz. Ein Schulhof. Ein Bach. Ein Straßenrand. Oder einfach eine Ecke, die niemand mehr mähen müsste.